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Vergabe öffentlicher Aufträge an heimische Werften sichert Beschäftigung und Knowhow im Spezialschiffbau

Zum Beschluss des gemeinsamen Antrags von SPD und CDU/CSU „Rettung der deutschen Schiffbauindustrie“ (Drucksache 19/20067) erklärt der Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt:

„Die Auswirkungen der Corona Pandemie stellen auch die Schiffbauindustrie vor gewaltige Herausforderungen. Werften und deren Zulieferer geraten in eine gefährliche Schieflage, weil Aufträge ausbleiben oder verschoben werden. 7.000 Beschäftigte auf den deutschen Werften sind aktuell in Kurzarbeit. Mit unserem Antrag setzen wir ein starkes Signal für die Beschäftigten in der deutschen Schiffbauindustrie. Wir fordern die zielgerichtete Vergabe von öffentlichen Aufträgen für Behörden-, Forschungs- und Marineschiffe an deutsche Werften. Das lastet unsere Werften aus und sichert Fachkräfte und wichtiges Knowhow im Spezialschiffbau“, so Uwe Schmidt.

„Unsere maritime Industrie liefert Schiffbau-Qualität auf allerhöchstem Niveau – angefangen von der Entwicklung über die Konstruktion bis hin zur Fertigung und Wartung der Schiffe. Die Bundesregierung muss jetzt von ihrer Möglichkeit Gebrauch machen und Aufträge für Marine-, Behörden- und Forschungsschiffe zeitnah und zielgerichtet an die deutschen Werften vergeben. Öffentliche Aufträge müssen als Stabilitätsanker für die gesamte deutsche Industrie dienen. Die Verwaltung muss jetzt in den Krisenmodus schalten, Planungsverfahren vereinfachen, beschleunigen und endlich entscheiden“, fordert Schmidt.

In den Werften und im maritimen Maschinen- und Anlagenbau sind in rund 500 Unternehmen etwa 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt. Die gesamte Wertschöpfungskette umfasst mehr als 2800 Unternehmen in ganz Deutschland und rund 200.000 Arbeitsplätze. Allein im Bereich Schiffbau sind es etwa 20.000 Beschäftigte, davon mehr als 6.300 in Niedersachsen, 5.400 in Schleswig- Holstein, 4.600 in Mecklenburg-Vorpommern sowie 1.400 in Bremen und 1.200 in Hamburg.