Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“

Meine Fraktion hat mich in die Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ als stellvertretendes Mitglied entsendet. Hier werde ich auch in der internen Projektgruppe „Herausforderungen der Digitalisierung der beruflichen Bildung“ mitwirken.

In der Enquete wird untersucht, wo und auf welche Weise die berufliche Bildung an die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt angepasst werden muss und inwieweit die Stärken des Systems dabei weiter ausgebaut und mögliche Zugangshürden abgebaut werden können. Berücksichtigt werden dabei: die Sicherung des Fachkräftebedarfs, niedrigschwellige und diskriminierungsfreie Zugänge zu Bildungs- und Qualifizierungsangeboten sowie Aufgaben wie pflegerische, pädagogische und Sorgetätigkeiten.

Das Gremium soll eine Strategie für die Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung formulieren und aufzeigen, wie die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung in Zeiten des digitalen Wandels von Berufsbildern und Erwerbsbiografien gestärkt werden kann.

Foto: A. Amman

Für mich ist die Digitalisierung eines der zentralen Themen, mit denen wir uns zukünftig befassen müssen. Die Berufswelt steht vor den größten Umbrüchen seit Jahrzehnten. Es ist absehbar, dass zukünftig ganze Berufe wegfallen, weil die Tätigkeiten von Maschinen und Computern übernommen werden. Nach Schätzungen könnten davon fünf Millionen Beschäftigte in Deutschland betroffen sein. Genauso werden aber auch neue Berufe entstehen, und genau hierauf müssen wir Einfluss nehmen, dass sie der sozialen Frage Rechnung tragen. Der digitale Wandel kann gelingen, wenn wir ihn sozial verträglich gestalten.

Im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung werden sich die Anforderungen in anderen Berufen deutlich verändern. Darauf müssen auch die Berufsschulen vorbereitet werden. Und keine Frage: Auch in der Weiterbildung müssen wir vor dem Hintergrund der Digitalisierung neue Weichen stellen.